Dradio Wissen 27.2.14
In der „Redaktionskonferenz“ beschäftigt sich der Beitrag „Raus aus der Buchstabensuppe“ mit dem funktionalen Analphabetismus: zum Beitrag
Dradio Wissen 27.2.14
In der „Redaktionskonferenz“ beschäftigt sich der Beitrag „Raus aus der Buchstabensuppe“ mit dem funktionalen Analphabetismus: zum Beitrag
Computer sind mittlerweile so klein geworden, dass sie nicht nur in Telefonen, sondern auch in Armbanduhren und Brillen Platz finden.
Die kleinen Displays führen zu Problemen bei Ein- und Ausgabe von Informationen. Wer will schon auf der Armbanduhr einen Text lesen?
Das neue Unternehmen »spritz« stellt ein neues Konzept vor, bei dem immer nur ein Wort dargestellt wird; maximal werden 13 Buchstaben angezeigt. Die Wörter erscheinen immer an der gleichen Stelle und sind visuell fixiert. Das führt dazu, dass die Augen nicht mehr die wandern müssen und somit schneller lesen können.
Geübte Leser schaffen etwa 200 Wörter pro Minute (wpm). Mit spritz sollen bis zu 1000 wpm möglich sein. Es gibt eine Testmöglichkeit auf der Website. Dort können Sprache und wpm (mximal 500) eingestellt werden. Ich habe es getestet und es funktioniert erstaunlich gut. Für kleinste Displays könnte das eine interessante Form zum Lesen von E-Mails o.ä. sein.
Probieren Sie es doch selbst! gefunden auf golem.de
Schnelllesen bringt nichts hier
Vortrag im Rahmen der LV-Fachtagung 2014 Alphabetisierung und Grundbildung, 01.02.2014 Unna hier
…“ Funktionaler Analphabetismus hat brisante Schnittstellen zu allen gesellschaftlichen Handlungsfeldern.
Sie betreffen ganz besonders die Bereiche
Ehe, Partnerschaft, Familie
Bildung und Weiterbildung
Arbeitswelt
Gesundheit/ Krankheit
Kriminalität/ innere Sicherheit
Gesellschaftliche Teilhabe
Kultur.
Deshalb sollten Akteure aus genau diesen Bereichen in einem Alpha-Bündnis oder Alpha-Netz vertreten sein. Wenn nicht, fehlen wichtige Knoten, und es fällt zu viel durch die Maschen.“ …
Zeitschrift Empirische Sonderpädagogik: 2013-3 hier
SCHWERPUNKTTHEMA: ALPHABETISIERUNG UND GRUNDBILDUNG
GASTHERAUSGEBER: MICHAEL GROSCHE UND JOACHIM SCHROEDER
Editorial
Michael Grosche & Joachim Schroeder
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Erwerbskarrieren und funktionaler Analphabetismus. Die Bedeutung von Literalität in Erwerbskarrieren von Teilnehmenden an Lese- und Schreibkursen
Marc Thielen
Zusammmenfassung | Abstract |
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Wortspezifische Lesetrainingseffekte bei gleichzeitig ausbleibendem Lerntransfer. Analyse eines computergestützten Lesetrainings bei Förderbedarf im Lernen
Michael Grosche, Anna-Maria Hintz & Andreas Hölz
Zusammmenfassung | Abstract |
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Evaluation eines neuen Trainingsprogramms zur Verbesserung der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten funktionaler Analphabeten
Jascha Rüsseler, Melanie Boltzmann, Klaus Menkhaus & Annegret Aulbert-Siepelmeyer
Zusammmenfassung | Abstract |
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Stand und Perspektiven der empirischen Alphabetisierungsforschung: Diskussion der Beiträge des Themenhefts
Michael Grosche & Joachim Schroeder
Zusammmenfassung | Abstract |
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„Welche Therapie hilft bei Legasthenie? Viele populäre Methoden sind nicht wirksam. Das zeigt jetzt eine Metaanalyse der Forschungsgruppe um Prof. Schulte-Körne an der Uni München. ……
Es gibt über zwanzig verschiedene methodische Ansätze, Kinder mit einer Legasthenie zu fördern. Jedoch wurde bisher nicht untersucht, welche Behandlung wirksam und zu empfehlen ist. Die Forschungsgruppe um Prof. Schulte-Körne hat alle verfügbaren Förder-Studien, welche die Wirksamkeit mittels eines randomisiert-kontrollierten Studiendesign untersucht haben, ausgewertet.
„Nur sehr wenige Methoden helfen den Kindern, vor allem sehr basale Prozesse der Laut-Buchstaben-Zuordnung und umgekehrt müssen systematisch geübt werden“, berichtet Katharina Galuschka, die die Metaanalyse durchgeführt hat. Diese Methode sollte durch das Training der Wortleseflüssigkeit basierend auf einer Silbendurchgliederung begleitet werden. Eine längere Förderung ist wirksamer als eine Kurzzeitintervention. Viele populäre Methoden, die an der Veränderung der Augenbewegungen und Verbesserung des Hörens ansetzen, sind nicht wirksam. Eine Behandlung mit leistungssteigernden Medikamenten oder die Nutzung farbiger Brillengläser (Irlen Linsen) konnten die Leseleistungen ebenfalls nicht steigern…..“
hier bei Bildungsklick
Mit Spannung wurde dieser Termin erwartet: Bildungssenator trifft Alpha-Team. Das Alpha-Team des Grundbildungszentrums in der Hamburger Volkshochschule hatte den Bildungssenator Rabe eingeladen, um über Alphabetisierungskurse zu sprechen. Das Alpha-Team ist eine Gruppe von Kurs-Teilnehmenden, die ihre Lese- und Schreibprobleme überwinden wollen und gleichzeitig öffentlich auf das Problem Analphabetismus aufmerksam machen, um mehr Menschen zum Kursbesuch zu ermuntern.
Am Freitag, d. 7.2.14 war es dann soweit: der Bildungssenator nahm sich viel Zeit, um von allen Teilnehmer/innen zu erfahren, wie es dazu kam, dass sie nicht ausreichend lesen und schreiben können, wie sie sich in der Schule „durchgeschlagen“ haben und wie es jetzt für sie mit der Bewältigung von Lesen und Schreiben im Alltag und Beruf aussieht. Natürlich wollte er auch wissen, wie sie denn den Weg in die Volkshochschule gefunden haben. Die Teilnehmenden der Gesprächsrunde gaben sehr offen Auskunft. Der Bildungssenator wiederum zeigte sich beeindruckt von ihrem Durchhaltewillen und dem Engagement, und ermutigte sie ausdrücklich, in ihrer Anstrengung um mehr Lernen nicht nachzulassen. Für das Alpha-Team war es ein wichtiges Erlebnis, einem Senator „auf Augenhöhe“ zu begegnen und mit ihm gemeinsam zu überlegen, wie man mehr Menschen, die das gleiche Problem haben, sich aber nicht in ein Bildungsangebot trauen, erreichen kann. Gleichzeitig konnten sie ihm ihre Wünsche für eine gute Lernsituation mit auf den Weg geben: kleine Gruppen, individuelle Betreuung, keine Prüfungen und Kurse für wenig Geld.

Bei Legakids „Lursakademie„, eigentlich für Kinder mit LRS, aber auch Erwachsene können von „Lurs“ lernen : Folge 15: Der gefeselte Essel , lange und kurze Selbstlaute
Hochinteressantes Interview bei LegaKids hier
Tests werden kritisch beleuchtet, ebenso dass Legasthenie den Behinderten-Status bekommen soll.
Siehe dazu auch das Buch Band 5 Legasthenie vom dgls hier
„Unbeirrt von wissenschaftlich fundierten Argumenten wird weiter behauptet, Legasthenie und Dyskalkulie seien eine Störung oder Krankheit. Kinder haben oft Schwierigkeiten mit dem Lesen und Rechnen, ja, aber müssen sie deshalb gleich gestört sein? Grundlage für die irrige „Krankheits-Annahme“ bilden immer die Durchschnittswerte z.B. der Leseleistung wie des sogenannten IQ-Wertes. Letztlich wird dadurch die Willkürlichkeit der Diagnose deutlich – den Kindern wird das nicht gerecht. Förderung ist gefragt, nicht eine weitere Stigmatisierung und Pathologisierung der Kinder.
Interview zu dieser Thematik mit Prof. Wolfram Meyerhöfer von der Universität Paderborn…
Thema Schule – Nachteilsausgleich – Finanzierung Auszug:
„Eltern kommen in lerntherapeutische Praxen und fragen, ob sie mit ihrem Kind zum Kinder- und Jugendpsychiater gehen sollen, um eine Legasthenie festzustellen. Hintergrund ist, dass eine fachärztliche Bescheinigung Voraussetzung dafür ist, dem Kind in der Schule einen Nachteilsausgleich zu gewähren.
Das weist darauf hin, dass die Begriffe Rechenschwäche und Legasthenie nicht vorrangig dazu da sind, um die damit verbundenen Lernphänomene zu verstehen, sondern um Fragen der Ressourcenzuweisung zu bearbeiten. Die Institution Schule macht ihre Arbeit nicht und bringt Kindern nicht das Lesen, Schreiben und Rechnen bei. Nun steht einerseits die Frage, wer die Ressourcen bereitstellen muss, um den Betroffenen zu helfen. Die Krankheitsannahme ist deshalb so durchsetzungsstark, weil die Verursacher der Probleme – also insbesondere die Institution Schule, natürlich auch Universitäten usw. – gleichzeitig den Expertenstatus innehaben. Es lässt sich sehr schön beobachten, wie sich die Beteiligten gegenseitig die Schuld zu schieben. Der Professor sagt: Die Lehrer machen´s falsch. Die Lehrer sagen: Die Uni hat´s uns nicht beigebracht und wir haben zu wenig Förderstunden. Die Schulverwaltung sagt: Wenn wir euch mehr Förderstunden geben, dann macht ihr sowieso nur das, was ihr auch im Unterricht macht und was schon dort nicht klappt uswusf. In dieser Gemengelage ist es natürlich entlastend, wenn die Medizin eine Sichtweise zur Verfügung stellt, nach der das Problem im Endeffekt dann doch im Kopf der Schülerin liegt. …..“
Masterarbeit „Leichte Sprache“
Julia Kuhlmann, ehemalige Mitarbeiterin beim Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung hat ihre Masterarbeit zum Thema „Ein sprachwissenschaftlicher Blick auf das Konzept der ‚leichten Sprache‘“ verfasst. Sie steht zum kostenlosen Download: Pdf-Download
Ein Super-Hörbuch-Angebot für Kinder und Jugendliche!
Lesen bildet – Hören auch. Besonders dann, wenn es sich um anspruchsvolle Hörbücher handelt. Und die gibt es reichlich auf dieser Plattform. Das Besondere: Sie sind kostenlos. Denn Träger des Projekts „OHRKA – Die erste Online-Audiothek für Kinder“ ist der gemeinnützige Verein OHRKA e. V., dessen Mitglieder sich ehrenamtlich um das Angebot kümmern. Sie haben bereits etliche Klassiker der Kinderliteratur von renommierten Sprecherinnen und Sprechern einlesen lassen.
Die Hörbücher werden zum kostenlosen Streaming und Downloaden angeboten. In den nächsten Monaten soll das Hörangebot auf rund 75 Stunden anwachsen. Ohrka arbeitet außerdem mit einigen Schulen zusammen, die mit Aufnahmegeräten ausgestattet werden. Die Kinder erhalten dann regelmäßig einen konkreten Auftrag, etwa für ein Interview oder für eine Umfrage. hier
übernommen von Internet ABC
DVD-Rom mit Spielen und Arbeitsblättern zu den Themen Legasthenie & Dyskalkulie – kostenlos hier
– 10.000 deutschsprachige Arbeitsblätter und Übungen
– 1.500 englischsprachige Arbeitsblätter
– 1.000 Sudokus zum Ausdrucken und Software
– 100 Mathematik Applets
– 315 Computerprogramme
– „Ohren-auf“, Geschichten und Lieder
– Zahlreiche E-Books und Publikationen als PDF
– Mompitz.de: Lebe wild und bunt
– Kurzübersicht QRM „Legasthenie/LRS/Dyskalkulie“
– Alle Inhalte der CD-Rom „Legasthenie & Dyskalkulie III“
DGLS – Deutsche Gesellschaft für Lesen und Schreiben, Bücher zum Download
Sehr interessantes Buch zum Thema , hat kontroverse Diskussionen ausgelöst. Der Begriff wird kritisch gesehen. AS
Auch folgende weitere Bände können Sie bereits von unserer Netzseite herunterladen:
Berufssprache Deutsch, Förderung der beruflichen Sprachkompetenz von Jugendlichen in Ausbildung, download hier
Bäckerei, Hauswirtschaft, Metzgerei,MFA, Friseure, KFZ-Mechatroniker, MaurerFilmclip „Funktionaler Analphabetismus“
„In einer neuen Studie aus Österreich kommen Forscher zu dem Ergebnis, dass beim Lesen und Schreiben der tatsächliche Lernstand durch Noten nicht zutreffend abgebildet werden kann.
Getestet wurden 334 Kinder an 24 Schulen im Burgenland. Viele erbrachten trotz gleicher Noten teils völlig unterschiedliche Leistungen. Quelle: DiePresse.com“
übernommen von grundbildung.org
Zum 25.jährigen Jubiläum der Stiftung lesen hier auf youTube
Aktion von Stifung Lesen und RTL
„Lesen zu können ist in Deutschland keine Selbstverständlichkeit: Rund 7,5 Millionen Erwachsene hierzulande sind funktionale Analphabeten, das heißt, sie sind nicht in der Lage, Texte zu verstehen und richtig zu schreiben. Damit fehlt ihnen eine wichtige Schlüsselkompetenz für die persönliche Entwicklung, für Bildung und für beruflichen Erfolg. Vor diesem Hintergrund machen RTL und die Stiftung Lesen in gemeinsamen TV-Spots ab 27. Januar 2014 Werbung für ein ganz besonderes Produkt: das Lesen.
Bekannte Gesichter aus dem Programm von RTL machen sich in sechs unterschiedlichen Trailern für das Lesen stark und fungieren so als Lese-Vorbilder für die Zuschauer. Mit dabei sind RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel, Comedian Bülent Ceylan sowie die Moderatoren Frauke Ludowig, Janine Steeger, Nazan Eckes und Steffen Hallaschka.“